Andacht am Morgen - Kirche-Lenzen-Lanz-Seedorf

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DEUS ADEST: Gott ist da (1)

Tipps zum Verlauf
Morgen- und Abendgebet enthalten grundlegende Elemente eines persönlichen Tagesbeginns und Tagesabschlusses.
Sie können den eigenen Bedürfnissen frei angepasst werden. Die Vorschläge zur Durchführung sind praxiserprobte Anregungen mit deren Variation man Erfahrungen sammeln kann.
Hilfreich ist es, diese Texte laut zu sprechen – man kann sie aber auch leise oder im Wechsel gestalten. Alle Elemente werden nur bei ihrer ersten Nennung erklärt und wiederholen sich
teilweise am Abend.
Kerze
Um Gottes Nähe, Licht und Wärme symbolisieren und tiefer zu vergegenwärtigen, zünde ich eine Kerze an.
Vergegenwärtigung
Ich bete laut und öffne dabei meine Handflächen, um Lob, Offenheit und Empfangsbereitschaft
vor Gott auszudrücken. Bevor ich die Hände wieder schließe, bleibe ich einen kurzen
Moment still und lasse folgende gesprochene Worte in meinem Herzen ankommen:
Deine Treue reicht so weit wie die Wolken ziehen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so
auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Lied
Das Lied dient dem Ankommen und der Ausrichtung auf Gott. Bevor ich es singe (oder spreche)
setze ich mich bequem hin, atme tief durch und richte mein Inneres auf Gott aus.
All‘ Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu;
sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag.
O Gott, du schöner Morgenstern, gib uns, was wir von dir begehr’n:
zünd‘ deine Lichter in uns an, lass uns an Gnad‘ kein Mangel han.
Treib aus, o Licht, all‘ Finsternis; behüt‘ uns, Herr, vor Ärgernis,
vor Blindheit und vor aller Schand‘ und reich uns Tag und Nacht dein‘ Hand.
zu wandeln als am lichten Tag, damit, was immer sich zutrag‘,
wir steh‘n im Glauben bis ans End‘ und bleiben von dir ungetrennt.
                                                             (EG 440, Johannes Zwick, 1496-1542)
Bibelwort
Ich lese den Text laut – das Wort Gottes hallt so in meiner Stimme und meinem Brustkorb
wider. So kann es auch in meinem Herzen Resonanz finden.
Hebräer 6,13-19:
13 Als Gott Abraham sein Versprechen gab, da bekräftigte er seine Zusage mit einem Eid. Und weil niemand über Gott steht und diesen Eid Gottes beglaubigen konnte, schwor Gott bei sich selbst.
14 Er versprach Abraham: »Du kannst dich fest darauf verlassen: Ich werde dich überreich mit meinem Segen beschenken und dir viele Nachkommen geben.
15 Abraham wartete geduldig; und schließlich ging in Erfüllung, was Gott ihm versprochen hatte.
16 Menschen schwören einen Eid, um ihre Aussage zu bekräftigen und um mögliche Zweifel auszuräumen. Dabei berufen sie sich auf eine Autorität über ihnen.
17 Auch Gott hat sein Versprechen mit einem Eid bekräftigt. So haben wir, denen seine Zusagen gelten,
die unumstößliche Gewissheit, dass er sie auch einlöst.
18 Und weil Gott niemals lügt, haben wir jetzt zwei Tatsachen, auf die wir uns felsenfest verlassen können. Gottes Zusage und sein Eid ermutigen und stärken alle, die an der von Gott versprochenen Hoffnung festhalten.
19 Diese Hoffnung ist für uns ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht in den himmlischen Tempel, bis ins Allerheiligste hinter dem Vorhang.
Hören
Ich schließe meine Augen, atme tief und ruhig und Lasse das Bibelwort auf mich wirken. Es
ist der lebendige Gott, der zu mir spricht. In welchen Aufgaben und Umständen will ich mich
heute von diesen Worten inspirieren lassen?
Ich bleibe einige Minuten still.
Impuls
Eine Person, die den Weg des Glaubens lange Zeit vor mir gegangen ist, gibt mir einen Gedankenanstoß
mit. Er will mich inspirieren, herausfordern und begleiten:
Kinder Gottes bauen nicht auf ihre eigenen Treue, sondern auf die Treue des
Herrn.“
(Charles Haddon Spurgeon, 1834-1892)
Gebet
Im Gebet vertraue ich mich ganz Gott an. Anschließend kann ich weitere Anliegen vor Gott
bringen. Eine hilfreiche Gliederung:
• persönliches
• Bitten für die eigene Familie (Eltern, Kinder, Enkel)
• Bitten für Freunde und Mitchristen
• Bitten für aktuelle Anliegen aus Gesellschaft, Politik und der weltweiten Kirche
O Herr, mit frohem Dank glaub‘ ich, was du verheißen!
Und nichts soll lebenslang mir diesen Trost entreißen.
Im Glauben ohne Scheu schick‘ ich mein Fleh’n dir zu,
mach mich als Beter treu!
Fürs Amen sorgest du.
                        (Karl Bernhard Garve, 1763-1841)
Lied
Im Ausblick auf Gottes Begleitung singe/rede ich erwartungsvoll von seiner Hilfe, der ich
heute trauen kann.
Auf und macht die Herzen weit, euren Mund zum Lob bereit!
Gottes Güte, Gottes Treu‘ Sind an jedem Morgen neu.
Gottes Wort erschuf die Welt, hat die Finsternis erhellt
Gottes Güte, Gottes Treu‘ Sind an jedem Morgen neu.
Gottes Macht schützt, was er schuf, den Geplagten gilt sein Ruf.
Gottes Güte, Gottes Treu‘ Sind an jedem Morgen neu.
Gottes Liebe deckt die Schuld Trägt die Sünder in Geduld.
Gottes Güte, Gottes Treu‘ Sind an jedem Morgen neu.
Gottes Wort ruft Freund und Feind, die sein Geist versöhnt und eint.
Gottes Güte, Gottes Treu‘ Sind an jedem Morgen neu.
Darum macht die Herzen weit, euren Mund zum Lob bereit!
Gottes Güte, Gottes Treu‘ Sind an jedem Morgen neu.
(EG 454, John Milton, 1623 / Helmut Kornemann, 1972)
Segenswort
Im Segen erbitte ich Gottes guten Einfluss und sein Wirken in meinen Umständen. Beim lauten
Lesen öffne ich erwartungsvoll meine Hände:
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir, und ich will dich segnen.
(1. Mose 26,24)
Bekräftigung
Ja, mein Herr und Gott, mit deiner Begleitung, mit deinem Segen und in deinem
Namen, will ich durch diesen Tag gehen, zu deinem Lob und zu deiner
Ehre:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Liturgische Gesten können gesprochene Worte für die eigene Seele verstärken. So ist es für
manchen hilfreich, sich beim „Im Namen des Vaters …“ zu bekreuzigen. Zeige- und Mittelfinger
berühren Stirn, Brust, linke Schulter und rechte Schulter.
Ende
Nach dem Segen und der Bekräftigung lösche ich die Kerze und beende so das Morgengebet.
Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Mk 9,24
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