Das Sonntagsblättchen - Kirche-Lenzen-Lanz-Seedorf

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Sonntags Blättchen 31. Mai 2020
Pfingstsonntag (50 Tage; Ausgießung des Heiligen Geistes)

Predigttext: Apostelgeschichte 2,1 8.11b 21
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen,* wie der Geist ihnen gab auszusprechen. 5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer
aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. 7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? 8 Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache? […} wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden. 12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? 13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein. 14 Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe
Männer und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, und laßt meine Worte zu euren Ohren eingehen! 15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde am Tage; 16 sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1 5): 17 "Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; 18 und auf meine Knechte und auf meine M ägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen
weissagen. 19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; 20 die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe der große Tag der Offenbarung des Herrn kommt. 21 Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden."

Impuls
Heute ist Pfingsten, eines der drei großen Feste im Kirchenjahr. Aber was feiern wir an diesem Tag eigentlich?
Weihnachten ist den meisten völlig klar: die Geburt Jesu. Auch Ostern können die meisten Menschen auch außerhalb der Kirche noch beantworten: Jesu Auferstehung (aber auch schon schwieriger zu Glauben, als eine Geburt).
Befragt man Menschen auf de r Straße jedoch nach Pfingsten, fangen die meisten an zu stottern. Verbreitet ist die Erklärung, dass Pfingsten der Geburtstag der Kirche ist. Dabei
dürfen wir die Person Gottes nicht vergessen, die es möglich macht, dass der Glaube in uns wirkt und christ liche Gemeinde bzw. Kirche existieren: Gottes Heilige Geistkraft. Gottes Geist, der in uns wirkt, der in uns den Glauben entfacht und uns Gottes Sprache der liebe sprechen lässt. Das Pfingstwunder: Gottes Geist wird auf Jünger*innen Jesus ausgeschüttet. Sie werden erfüllt vom Heiligen Geist. Sie trauen sich wieder hinaus, gehen auf die Straße und reden von den großen Taten Gottes. Die Menschen, die sie hören, verstehen was da von Gott erzählt wird – jede und jeder in der jeweiligen Muttersprache. Auch wenn einige das Geschehen verspotten, lassen andere sich mitreißen. Sie spüren, dass die Jünger*innen beGEISTert sind – und das müssen sie der Welt erzählen. Zu Pfingsten feiern wir diesen Geist. Es ist ein Geist, der Menschen verbindet und nicht trennt, der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den der befreit und nicht einengt, ein Geist, der uns die Augen öffnet für Unrecht und uns den Mund auftut für die Wahrheit. Ein Geist, der aus dem Tod ins Leben ruft. Amen.

Gebet:
Gott, du Atem des Lebens!
Du bist bei uns mit deinem Wort und mit deinem Gei
Du sprichst zu unseren Herzen und zu unseren Gedanken.
Lass uns ruhig werden.
Lass uns ablegen, was uns zu schwer ist.
Lass uns annehmen, was wir nicht loswerden können.
Richte uns auf, damit wir verstehen, dass du es gut meinst und gut machst mit uns. Amen.

Lied:
O Heilger Geist, kehr bei uns ein (Evangelisches Gesangbuch 130):
1) O Heilger Geist, kehr bei uns ein und lass uns deine Wohnung sein, o komm, du Herzenssonne.  Du Himmelslicht, lass deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter , l Freud und Wonne. Sonne, Wonne, himmlisch Leben willst du geben,  wenn wir beten; zu dir kommen wir getreten.
2) Du Quell, draus alle Weisheit fließt, die sich in fromme Seelen gießt: lass deinen Trost uns Trost uns hören, dass wir in Glaubenseinigkeit auch können alle Christenheit dein wahres Zeugnis hören, Höre, lehre, dass wir können Herz und Sinnen dir ergeben, dir zum Lob und uns zum Leben.
6) Du süßer Himmelstau, lass dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk dass unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe.  Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich. Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.Amen.

Es grüßt herzlich
Pfarrer Gérôme Kostropetsch

Sonntag Blättchen 17. Mai 2020
Sonntag Rogate (Betet)
(Predigttext: Matthäus 6,5-15)
[Und] wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. 7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werd en erhört, wenn sie viele Worte machen. 8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. 9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille gesch ehe wie im Himmel so auf Erden. 11 Unser tägliches Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. [Denn dein ist das Reich und die Kraf t und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.] 14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Impuls
Betet! Eine klare Aufforderung. Einigen fällt es schwer ein Gebet zu formulieren. Sie suchen und ringen um die richtigen Worte. Es ist nicht immer leicht, Gefühle und Anliegen in klare Worte zu fassen. Anderen fällt das Beten leicht. Ist bei ma nchen ein festes Ritual am Morgen nach dem Aufstehen und/oder am Abend vor dem zu Bett gehen. Beten, mit Gott ins Gespräch kommen, kann als befreiend erlebt werden. Einfach alles vor Gott legen, was mich belastet und was mein Herz hüpfen lässt. Der Sonntag Rogate ermutigt zum Gebet. Auch Jesus hat immer wieder dazu aufgerufen. Dabei erzählt er uns im Matthäusevangelium, wie wir beten können. Jesus schenkt uns ein
Gebet, dass wir immer beten können, eben auch dann, wenn uns die Worte fehlen. Ein Gebet, dass alle anderen Gebete umfasst.
Es müssen nicht viele Worte sein, wir sollen nicht viel plappern wie die Heiden. Was wir Gott sagen wollen, das weiß er, denn er kann in unser Herz blicken. Dass Gott weiß, was in mir vorgeht, ist kein Grund nicht zu beten . Betet! Das ist eben auch der Appell von Jesus. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. 9 Darum sollt ihr so beten… und es folgt das Vater Unser.
Wir sollen beten, denn das Gebet ist auch ein Beziehungsgeschehen zwischen mir und Gott. Mit Gott ins Gespräch kommen, ihm danken, bitten oder meine Klage vor ihn bringen Gott hört zu, wie ein liebender Vater seinen Kindern zuhört. Beten ist ein Kommunikationsweg, der den Menschen, dich und mich, mit Gott verbindet. Jesus macht das deutlich : Betende sollen nicht beten, damit sie von den Leuten gesehen werden, sondern um mit Gott ins Gespräch zu kommen. Betet! Nicht zur Selbstdarstellung, sondern um mit Gott in Beziehung zu treten. Betet! Mit eigenen Worten.
Betet! Mit den Worten, die Jesus uns geschenkt hat.
Betet! Denn das verbindet auch uns miteinander.
Betet! Auch wenn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
Betet! Es müssen nicht viele Worte sein. Dieses genügt. Und es führt zum Hören auf Gott: Nicht unser, sondern Gottes Wille geschehe.
Amen.

Gebet:
Unser Vater, Herr über die Welt und über das Nichts, Gott für die Welt und gegen das Nichts,
geheiligt werde dein Name, weil du dich aller erbarmst.
Dein Reich komme, damit deine Macht und deine Gnade von allen erfahren werden.
Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden, damit dein Friede, deine Freiheit, dein Recht zu herrschen beginnen.
Unser tägliches Brot gib uns heute, uns und allen Menschen, die Hunger leiden, die auf der Flucht sind, die verfolgt werden oder krank sind.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern in unseren Familien, an unseren Arbeitsstätten, in unserer Kirche, in unserem Land.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen, aus Elend und Verzweiflung, aus Sinnlosigkeit und Tod.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Lied: Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm (Evangelisches Gesangbuch 281)
3) Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm sei unserm Gott im Heiligtum, der Tag für Tag uns segnet;
dem Gott, der Lasten auf uns legt, doch uns mit unsern Lasten trägt und uns mit Huld
begegnet. Sollt ihm, dem Herrn der Herrlichkeit, dem Gott vollkommner Seligkeit, nicht Ruhm
und Ehr gebühren? Er kann, er will, er wird in Not vom Tode selbst und durch den Tod uns zu
dem Leben führen.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.
Amen.

Es grüßt herzlich
Pfarrer Gérôme Kostropetsch
Sonntags Blättchen 10. Mai 2020
Sonntag Kantate
(Predigttext: 2. Chronik 5,2-5 + 12-14)
2 Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion. 3 Und es versammelten sich beim König alle Männ er Israels zum Fest, das im siebenten Monat gefeiert wird. 4 Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf 5 und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten. 12 und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, di e mit Trompeten bliesen. 13 Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: »Er ist gütig, und sei ne Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus des HERRN erfüllt mit einer Wolke, 14 sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.

Impuls
Musik lässt niemanden unbewe gt. Ob wir singen können oder nicht, ein Instrument spielen oder einfach nur Zuhörende sind Musik bewegt uns im Innersten. Das Lied, das Trauernden die Tränen löst, die Partyschlager, bei denen immer alle mit singen oder grölen oder der Choral im klangvollen Kirchraum. Die Geschmäcker sind verschieden und doch sind Töne, Klänge, ist die Musik eine stete Begleiterin auf unserem Lebensweg. Egal in welcher Stimmung ich bin, es gibt ein passendes Lied dazu. Einzelne Klänge eines Stückes, die sich zusammen fügen zu einer Melodie und mich dabei mitnehmen. Ich komme ins Nachdenken oder kann meine Seele baumeln lassen, bin stiller Genießer oder musiziere mit.
Musik kann etwas in uns lösen, da es der Sprachlosigkeit einen Klang gibt. Doch sie kann auch etwas aus lösen, uns neue Energie geben und uns glücklich machen. Singen und musizieren macht Spaß und tut gut.
Als unter König Salomo der Tempel eingeweiht wird, da steigt ein großes Fest. Natürlich darf bei solch einem wichtigen und heiligen Anlass die Musik nicht fehlen. Leviten und Priester fangen an zu singen und spielen auf zahlreichen Instrumenten. Aus Dankbarkeit und tiefer Freude loben sie Gott und erklingen wie eine große Stimme und ein Instrument. Gemeinsamer Lob und eben auch die Musik lassen eine starke Gemeinschaft entstehen. Ich freue mich schon darauf, wenn wir wieder gemeinschaftlich unsere Stimmen zum Singen vereinigen können. Bis dahin „üben“ Sie doch zuhause, ob nun ein Lied aus dem Gesangbuch oder ein anderes, dass Sie mögen. Denn Singen tut gut u nd ist gesund. Singen ist religiös tief verwurzelt, was sich auch gut an den Psalmen zeigt Gebete zum Singen. Und Martin Luther war überzeugt: Wer singt, betet doppelt.
So können wir uns mit singendem Gebet den Israeliten anschließen und uns daran erinnern lassen: Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig. Denn Gott ist bei uns an alles Tagen und er bringt das Lied unseres Lebens in uns zum Klingen.

Gebet:
Gott, du Komponistin des Lebens. Alles was ist, hast du geschaffen. So auch die Menschen um m mich herum, meine Freunde und meine Familie, die flüchtige Bekanntschaft und die Fremde. mich herum, meine Freunde und meine Familie, die flüchtige Bekanntschaft und die Fremde. Vielfältig wie die Musik, hast du uns geschaffen.Vielfältig wie die Musik, hast du uns geschaffen. Ich danke dir dafür.Ich danke dir dafür.
Gott, du Grundton des Lebens. In dir finde ich Halt, wenn ich ins Wanken gerate. Du fängst fängst mich auf, wenn ich falle und mir alles zu entgleiten scheint.mich auf, wenn ich falle und mir alles zu entgleiten scheint. Ich danke dir dafür.
Gott, du Melodie des Lebens. Du gibst meinen Lebenstönen und den aller Menschen einen Klang. Du rufst uns zu dir und verbindest uns untereinander, wie die einzelnen Klang. Du rufst uns zu dir und verbindest uns untereinander, wie die einzelnen Töne zu einem Töne zu einem Lied, so lässt du Gemeinschaft entstehen, die aufeinander achtet.Lied, so lässt du Gemeinschaft entstehen, die aufeinander achtet. Ich danke dir dafür. Amen

Lied:
Du meine Seele, singe (Evangelisches Gesangbuch 302):
1) Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und WWillen stehn. Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, illen stehn. Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.solang ich leben werd.
2) Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.Wesen bleibt ewig unbetrübt.
4) Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Unrecht tun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht, geschicht; und wer Gewalt muss leiden, den schützt er im Gericht.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich. Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen

Es grüßt herzlich
Pfarrer Gérôme Kostropetschme Kostropetsch

Sonntags Blättchen 03. Mai 2020
Sonntag Jubilate (Jauchzet/Jubelt)

Predigttext Johannes 15,1-8
Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater der Weingärtner.2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock ble ibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. 8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

Impuls
Ich bin der wahre Weinstock… So beginnt Jesus die Aussage über sich selbst. Ich bin… sagt er und eröffnet uns ein Bild. Ein Bild, das nicht nur eröffnet, wie Jesus sich selbst beschreibt, sondern auch, wie seine Beziehung zu uns ist.
Ich bin der wahre Weinstock“ gehört zu den sogenannten „Ich bin Worten“ Jesu, die sich im Johannesevang elium finden lassen (Ich bin… das Brot des Lebens; ...das Licht der Welt;…). Um von sich selbst zu Reden, seine Beziehung zum Vater und zu den Menschen zu verdeutlichen und um seine Bedeutung für die Menschen darzustellen, zeichnet Jesus Sprach Bilder in Form der „Ich bin Worte“.  Jesus ist der wahre Weinstock und ruft uns zu sich, die Reben an diesem Weinstock zu sein. Wie der Weinstock seinen Trieben Kraft gibt, haben wir unseren Halt in Christus. Ist unser Leben auf ihn ausgerichtet, mit dem Blick der Näc hstenliebe für unsere Mitmenschen, wird Gott zu unserer Kraftquelle. Eine Kraftquelle, die uns gibt, was wir brauchen. Sei es der Trost in schweren Zeiten, die überfließende Freude oder das Vertrauen, dass da jemand ist und mich begleitet. Diese Quelle möc hte Jesus für uns sein und er zeigt uns daher immer wieder auf, was möglich ist, wenn wir uns an seine Worte halten und uns gegenseitig unterstützen. Redet Jesus von
sich als Weinstock, so sehe ich einen solchen vor mir, der reich an Reben ist und viele Tr auben trägt. In diesem Bild wird deutlich, das es nicht eine Rebe, nicht ein Mensch ,sondern eine Vielzahl. Mit Jesus verbunden zu sein heißt dann nicht nur, ihn als Kraftquelle zu haben, sondern auch, durch ihn in einer Gemeinschaft zu leben. Egal an welchem Ort wir uns befinden, ob wir in Gesellschaft sind oder allein wie es gerade durch Corona doch auch häufiger vor kommt durch Jesus dürfen wir uns getragen wissen und miteinander verbunden. Jesus ruft uns zu sich und durch ihn sind wir miteinander zu einer starken Gemeinschaft verbunden. Und auch wenn unser Alltag momentan anders aussieht und soziale Kontakte eingeschränkt werden sollen, können wir doch immer noch auf diese Gemeinschaft vertrauen. Es freut mich, wenn ich davon höre oder es erlebe, wo das klappt. Wenn die einen für die Nachbarn einkaufen gehen und ihnen den Einkauf für die Tür stellen. Oder die kleine Gruppe, die sich verabredet hat jeden Tag um eine bestimmte Zeit gemeinsam,jede und jeder bei sich zu Haue, zu beten. Es gibt andere, die sich plötzlich wieder Briefe schreiben. Einige telefonieren eh gerne und greifen jetzt wieder vermehrt zum Hörer. Das wir im Blick auf persönliche, leibhaftige Treffen Distanz halten sollen und eben auch reduzieren sollen, bleibt eine große Herausforderung. Es gibt doch auch verschiedene Möglichkeiten wie Gemeinschaft, auch zu Zeiten von Corona gelebt werden kann. All das in der Hoffnung und im Vertrauen auf die Zusage Jesu.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.
Amen.

Gebet:
Gott, du lebendige Kraft, bei dir finden wir Hilfe.
Du hältst uns fest, damit wir nicht ins Bodenlose fallen. Du wachst darüber,dass unsere Hoffnung lebendig bleibt. Wie der Weinstock seinen Reben Kraft gibt, gibst du sie uns
Menschen. Darum bitten wir dich:
Stärke unser Vertrauen zu dir und hilf uns, deinem guten Wort zu folgen. Herr, erbarme dich über uns. Amen.

Lied: Bei dir, Jesu, will ich bleiben (Evangelisches Gesangbuch 406)
1) Bei dir, Jesu, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn; nichts soll mich von dir
vertreiben, will auf deinen Wegen gehn. Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und
Kraft, wie der Weinstock seinen Reben zuströmt Kraft und Lebenssaft.
4) Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich so in Freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich
mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt;
denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden.

Amen.
Es grüßt herzlich
Pfarrer Gérôme Kostropetsch
Sonntags-Blättchen
26. April 2020 –Sonntag Miserikordias Domini (Güte des Herrn)

Predigttext: Johannes 10,11-16
Jesus Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. 12Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht -und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie -, 13denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. 14Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, 15wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben fürdie Schafe. 16Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

Impuls: Der Sonntag Miserikordias Domini ist auch als „Hirtensonntag“ bekannt. Im Zentrum steht der Evangelientext, in dem Jesus von sich selbst als den guten Hirtenspricht. Das Bild ist ansprechend und leicht verständlich. Ein leidenschaftlicher Hirte, der alles dafür tut, dass es seinen Schafen gut geht. Sie versorgt,sich kümmert, sie vor Gefahren behütet und stets an ihrer Seite ist.
Die Selbstoffenbarung von Jesus zeigt, wie sehr er uns liebt und das wir uns immer auf ihn verlassen können. Dabei warnt er von denjenigen, die nur auf sich schauen und die Herde schnellim Stich lassen. Da gilt es, sich an den guten Hirten zu halten und nach seinem Beispiel selbst auf andere zu achten. Jesus selbst ist dieser gute Hirte, der fest zu seinem Wort steht und vor dem wir alles ablegen dürfen, was uns beschäftigt.
Im Gebet kann ich mich Jesus anvertrauen, ihm erzählen, was mich zum Jubeln bringt und ihm entgegen schreien, wo Leid mich gefangen hält. Er kann tragen, was mich belastet und er hilft mir, damit ich meine Lasten nicht allein mit mir herumschleppen muss und sie mich nicht erdrücken.Manchmal da fehlen mir die Worte. Die Gedanken kreisen aber sie ordnen und zu einer Formulierung bringen fällt mir gerade schwer.In solchen Momenten bin ich dankbar, das wir ein reichen Schatz an Gebeten haben, wie die Psalmen. Eine ganzeBandbreite an Gefühlen sind in ihnen enthalten. Auch wenn es nicht meine eignen Worte sind, können sie helfen, der Sprachlosigkeit Worte zu verleihen. Sie fangen mich auf in meiner Traurigkeit oder verleihen meiner Freude einen Klang.Gerade am Hirtensonntag kommt man natürlich nicht am bekanntesten Psalm vorbei. Der 23 Psalm wurde schon von Generationen von Konfirmand*innen auswendig gelernt und begleitet einige Menschen ihr Leben lang. Selbst wenn im hohen Alter manch Erinnerung verblasst ist, so erinnern sich doch noch viele an die Worte dieses Psalms.Lassen auch Sie sich stärken mit diesen Worten, lassen sich trösten oder seien Sie Gott dankbar, dass er uns ein guter Hirte ist. Amen.

Gebet: Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Lied: Ich möcht', dass einer mit mir geht (Evangelisches Gesangbuch 209)
1) Ich möcht', dass einer mit mir geht, der's Leben kennt, der mich versteht, der mich zu allen Zeiten kann geleiten. Ich möcht', dass einer mit mir geht.
2) Ich wart', dass einer mit mir geht, der auch im Schweren zu mir steht, der in den dunklen Stunden mir verbunden. Ich wart', dass einer mit mir geht.
3) Es heißt, dass einer mit mir geht, der's Leben kennt, der mich versteht, der mich zu allen Zeiten kann geleiten. Es heißt, dass einer mit mir geht.
4) Sie nennen ihn den Herren Christ, der durch den Tod gegangen ist; er will durch Leid und Freuden mich geleiten. Ich möcht', dass er auch mit mir geht.

Segen:
Gott segne dich und er behüte dich.Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir seinen Frieden. Amen.

Es grüßt herzlich
Pfarrer Gérôme Kostropetsch
Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Mk 9,24
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