Das Sonntagsblättchen - Kirche-Lenzen-Lanz-Seedorf

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Sonntags-Blättchen
21. Februar 2021 – Sonntag Reminiszere
(Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit Psalm 25)

Predigttext: Jesaja 5,1-7
Wohlan, ich will meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg.
Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe.
2 Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte. 3 Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! 4 Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? 5 Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er verwüstet werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. 6 Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen. 7 Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.

Impuls:
Liebevoll beginnt der Predigttext. Jesaja will ein Lied singen. Ein Lied von einem wunderbaren Weinberg, um den sich der Besitzer voller Liebe kümmert. Schnell wird klar – und Jesaja sagt es auch ganz direkt – dass der Besitzer Gott ist und der Weinberg Gottes Volk. Doch so sehr sich Gott um seine Kinder bemüht, es kommen keine gute Trauben hervor, sondern schlechte.
Auch der liebevolle Ton verändert sich. Aus dem herrlichen Lied wird eine Anklage. Alles wird verwüstet. Gott kümmert sich liebevoll, doch wie bockige Kinder sind wir Menschen. Hören nicht genug auf Gottes Wort. Statt Rechtsspruch immer wieder Rechtsbruch und es mangelt ebenso an Gerechtigkeit. Und so klingt dieser Text dann auch mit dem Schrei über die Schlechtigkeit aus.
Nicht einfach zu lesen. Sehnen wir uns doch nach Gottes Nähe, seinem Trost und der Hoffnung, die er uns schenken kann. Das Sehnen nach Gottes Zuspruch bleibt. Will Gott denn alles zerstören und uns nicht mehr in seiner Liebe auffangen?
Die Berichte aus der Bibel zeigen, dass Gott neben aller Enttäuschung darüber, dass wir uns immer wieder von im abwenden, doch an unserer Seite bleibt. Es braucht die Ermahnung, es braucht den Finger, der in die Wunde gelegt wird, damit wir erkennen. Gott ist ein treuer Gott, der niemals aufgibt.
Wir können uns glücklich schätzen, dass wir einen treuen, barmherzigen und so geduldigen Gott haben. Seine riesige Geduld zeigt sich schließlich in seiner Menschwerdung ganz und gar. In Jesus Christus kommt Gott auf unsere Welt, wird Mensch für uns. Er kommt zu den Sündern und leidet für sie und wird so zur Hoffnung für alle.
So können wir einstimmen in den Gebetsruf aus Psalm 25 und Gott bitten:
Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.
Gott, bleib an unserer Seite, bleib geduldig mit uns und zeig uns stets deinen Weg der Liebe. Amen.

Gebet
:
Gott des Lebens, wie ein Vater bist du für uns. Das heißt auch, dass du uns ermahnen musst, wenn wir deinen Weisungen nicht folgen. Als unser Vater liebst du deine Kinder und gibst uns nicht auf. Du bist geduldig und zeigst uns immer wieder aufs Neue deinen liebevollen Weg, auf den wir zurück-kehren können.
Erhalte dein Wort in uns und hilf uns dir allein zu folgen. Amen.

Lied: Jesu, stärke deine Kinder (Evangelisches Gesangbuch 164)
1) Jesu, stärke deine Kinder und mach aus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut! Schaffe in uns neues Leben, dass wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut! Gieß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fließt in die Herzen: so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden. Amen.

Es grüßt herzlich
Pastor Gérôme Kostropetsch
Sonntags-Blättchen
21. Februar 2021 – Sonntag Invokavit (Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören Psalm 91)

Predigttext: Johannes 13,21-30
Als Jesus das gesagt hatte, wurde er betrübt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ihnen wurde bange, von wem er wohl redete. 23 Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus lieb hatte, der lag bei Tisch an der Brust Jesu. 24 Dem winkte Simon Petrus, dass er fragen sollte, wer es wäre, von dem er redete. 25 Da lehnte der sich an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist's? 26 Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. 27 Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!
28 Aber niemand am Tisch wusste, wozu er ihm das sagte. 29 Einige meinten, weil Judas den Beutel hatte, spräche Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest nötig haben!, oder dass er den Armen etwas geben sollte. 30 Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht.

Impuls:
Die Szene aus dem Predigttext ist bekannt. Noch einmal sitzt Jesu mit den seinen zusammen. Plötzlich die Ankündigung: Einer unter euch wird mich verraten. Wer soll das sein, der hier ein Verräter ist? Auch wenn die Jünger es noch nicht verstehen, stellt sich Judas als der heraus, der Jesus Verraten wird. Judas kann der Versuchung nicht widerstehen. Doch Jesus legitimiert quasi sein Verhalten: Was du tust, das tue bald! Judas verlässt schließlich die Runde und geht in die Nacht hinaus.
Neben Judas sind es aber auch die anderen Jünger, die immer wieder versucht werden und nicht widerstehen. Da ist Petrus, der felsenfest beteuert stets treu zu Jesus zu stehen. Dennoch verleugnet er ihn – und bereut es. Ebenso die anderen Jünger. Sie bleiben nicht an Jesu Seite, als dieser verhaftet wird – doch sie kehren wieder zu ihm zurück. Treffen später den Auferstanden und haben wieder Gemeinschaft untereinander und mit ihm.
In der Werbung wird von einer zarten Versuchung erzählt, wenn es beispielsweise um Schokolade geht. Aber ist Versuchung so etwas zartes und süßes?
Wir sind nicht immun gegen eine Versuchung. Unsere Gedanken oder Taten können uns von andren Menschen trennen, führen uns weg von Gott. Dabei ist es ganz individuell welcher Versuchung wir widerstehen können und welcher wir uns hingeben. Gott weiß um unsere Schwächen. Er sieht uns wie wir sind, sieht, was wir eigentlich verstecken wollen. In Jesus ist Gott Mensch geworden. Er weiß also nicht nur von unsere Menschlichkeit, er hat sie selbst erlebt und durchlebt. Für uns hat er gelitten und ist gestorben. Für uns ist er auferstanden. Gott will nicht das wir uns der Versuchung hingeben und uns von ihm entfernen. Doch er versteht uns und lächelt uns freundlich zu.
Gott sieht uns, wie wir sind. Aber er blickt uns an, wie wir sein sollten. Unser Gott ist ein barmherziger Gott, der verzeihen kann. Kehren wir um vom dunklen Weg und bereuen unser Fehlverhalten, freut er sich. Und er empfängt uns immer wieder mit weit geöffneten Armen. Gott steht uns bei und schickt uns Menschen an die Seite, die mit uns tragen. Weinen mit den Weinenden und lachen mit den Lachenden. Gott mit uns. Amen.

Gebet
:
Gott des Himmels und der Erde, die Macht der Finsternis erleben wir in unserem Leben, sehen sie in der Welt. Es ist erschreckend, wenn wir das Böse auch in uns entdecken. So wollen wir nicht sein, doch wir lassen uns hinreisen, entfernen uns von anderen und von dir. Hilf, dass unsere Gedanken nicht boshaft sind, dass über unsere Lippen keine kränkenden Worte kommen. Erfülle unsere Herzen mit deiner Liebe und lass uns ebenso liebevoll auf unsere Mitmenschen zugehen, wie du es uns gezeigt hast. Amen.

Lied: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr (Evangelisches Gesangbuch 382)
1) Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr; fremd wie dein Name sind mir deine Wege. Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott; mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen? Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt? Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.
2) Von Zweifeln ist mein Leben übermannt, mein Unvermögen hält mich ganz gefangen. Hast du mit Namen mich in deine Hand, in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben? Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land? Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?
3) Sprich du das Wort, das tröstet und befreit und das mich führt in deinen großen Frieden. Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt, und lass mich unter deinen Kindern leben. Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst. Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden. Amen.

Es grüßt herzlich
Pastor Gérôme Kostropetsch
  
Sonntags-Blättchen
14. Februar 2021 – Sonntag Estomihi (Sei mir ein starker Fels und eine Burg Psalm 31)

Predigttext: Jesaja 58,1-9a (Basis Bibel)
Ruf, so laut du kannst, halt dich nicht zurück! Lass deine Stimme erschallen wie ein Widderhorn! Halt meinem Volk seine Verbrechen vor, den Nachkommen Jakobs ihre Vergehen. 2 Sie befragen mich Tag für Tag und wollen wissen, was mein Wille ist. Als wären sie ein Volk, das Gerechtigkeit übt und das Recht seines Gottes nicht missachtet! Sie fordern von mir gerechte Entscheidungen und wollen, dass ich ihnen nahe bin. 3 Und dann fragen sie mich: Warum achtest du nicht darauf, wenn wir fasten? Warum bemerkst du nicht, wie wir uns quälen? Ich antworte: Was tut ihr denn an den Fastentagen? Ihr geht euren Geschäften nach und treibt eure Untergebenen zur Arbeit an! 4 Ihr fastet nur, um Zank und Streit anzuzetteln und mit roher Gewalt zuzuschlagen. So wie ihr jetzt fastet, findet eure Stimme im Himmel kein Gehör. 5 Meint ihr, dass ich ein solches Fasten liebe? Wenn Menschen sich quälen, den Kopf hängen lassen wie umgeknicktes Schilf und in Sack und Asche gehen? Nennst du das Fasten, einen Tag, der dem Herrn gefällt?
6 Das wäre ein Fasten, wie ich es liebe: Löst die Fesseln der zu Unrecht Gefangenen, bindet ihr drückendes Joch los! Lasst die Misshandelten frei und macht jeder Unterdrückung ein Ende! 7 Teil dein Brot mit dem Hungrigen, nimm die Armen und Obdachlosen ins Haus auf. Wenn du einen nackt siehst, bekleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Nächsten! 8 Dann bricht dein Licht hervor wie die Morgenröte, und deine Heilung schreitet schnell voran. Deine Gerechtigkeit zieht vor dir her, und die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. 9 Dann antwortet der Herr, wenn du rufst. Wenn du um Hilfe schreist, sagt er: Ich bin für dich da!

Impuls:
Kannst du dir vorstellen ein Prophet oder eine Prophetin Gottes zu sein?
Auf der einen Seite klingt das doch gar nicht so schlecht. Gott spricht ganz direkt zu dir. Du hörst Gottes Stimme, die dir das Wort ausbreitet. Doch natürlich ist dieses Wort nicht für dich allein, du sollst es weitergeben und den Menschen von Gott erzählen. Sollst den Menschen sagen, was Gott von ihnen möchte.
Prophet sein ist jedoch kein leichtes Leben, dass wissen die zahlreichen Propheten, von denen wir im Alten Testament hören, ganz genau. Kein Prophet möchte Prophet sein. Die einen fühlen sich zu jung, andere denken sie sind nicht würdig genug und wieder andere fliehen vor der Aufgabe. Alle aber führen schließlich Gottes Auftrag aus. Dabei ist es nicht leicht, dass weiterzugeben, was Gott ihnen sagt.
Sie decken auf, was nicht so läuft wie es laufen soll. Gott schickt die Propheten zum Volk mit klagenden oder mahnenden Worten. Sie decken auf, wo Ungerechtigkeit herrscht, setzten sich für Frieden ein und stoßen dabei nicht nur auf offene Ohren.
So ging es auch dem Propheten Jesaja. Gott ermutigt ihn, sich nicht zurückzuhalten und dem Volk seine Botschaft zu vermitteln. Aber wie der Predigttext zeigt, ist es mal wieder der erhobene Zeigefinger. Keine leichte Aufgabe.
Am Mittwoch beginnt mit dem Aschermittwoch die Passions- oder auch Fastenzeit. Der Predigttext ist also ganz passend, denn es geht um das richtige Fasten. Um ein Fasten, an dem Gott gefallen hat.
Meint ihr, dass ich ein solches Fasten liebe? Wenn Menschen sich quälen, den Kopf hängen lassen wie umgeknicktes Schilf und in Sack und Asche gehen?
Neben dem erhobenen Zeigefinger, kann man in den Worten auch Gottes Liebe entdecken. Gott hat keinen Gefallen daran, wenn wir uns das Leben schwer machen. Beim Fasten sollen wir uns nicht selbst bestrafen und quälen. Sich für andere Einzusetzen, Gerechtigkeit üben und Liebe verbreiten. Das ist ein Fasten, das Gott gefällt. Stelle dich nicht stets in den Mittelpunk. Nimm dich stattdessen ein wenig zurück und sei für andere da. Und du wirst sehen: das was du gibt, was du mit deinen Gaben geben kannst, es kommt zu dir zurück.
Das gefällt Gott, wenn wir uns gegenseitig mit Liebe begegnen und achtsam sind mit unseren Mitmenschen. Amen.

Gebet:
Gott, Tag für Tag erleben wir Gegensätzliches. Freud und Leid liegen oft nahe bei einander. Wir sind hin und her gerissen von unseren Gefühlen.
Sei du bei uns. Gib uns Trost durch dein liebevolles Wort. Bestärke uns in der Freude die wir empfinden. Sei für die da, die deine Nähe brauchen und schick ihnen Menschen an die Seite, die es gut mit ihnen meinen. Amen.

Lied: So jemand spricht: »Ich liebe Gott« (Evangelisches Gesangbuch 412)
1) So jemand spricht: »Ich liebe Gott«, und hasst doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb und will, dass ich den Nächsten liebe gleich als mich.
4) Wir haben einen Gott und Herrn, sind eines Leibes Glieder, drum diene deinem Nächsten gern, denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, mein Nächster ist sein Kind wie ich.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden. Amen.

Es grüßt herzlich
Pastor Gérôme Kostropetsch
  
Sonntags-Blättchen
07. Februar 2021 – Sonntag Sexagesimae (Thema: Die Wirkung des Wortes)

Predigttext: Lukas 8,4-8
Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus den Städten zu ihm [Jesus] eilten, redete er in einem Gleichnis: 5 Es ging ein Sämann aus, zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. 6 Und einiges fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und einiges fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. 8 Und einiges fiel auf gutes Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Impuls:
Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Das Gleichnis, dass Jesus erzählt ist erst einmal leicht zu hören. Ich lese den Text und sofort entstehen Bilder vor meinem inneren Auge. Ich sehe den Sämann vor mir, der das Saatgut verteilt. Dabei hat er vorher den Boden nicht vorbereitet. Hat keine Furchen gezogen, in denen die Samen fein geordnet in den Boden gelegt werden. Nein, er streut es weit. Mit vollen Händen verstreut er das Saatgut und es fällt überall hin.
In den folgenden Versen erfahren wir, dass die Jünger Jesu nicht verstehen, was er sagen möchte. Jesus muss ihnen das Gleichnis erklären, damit sie verstehen können.
Und es stellt sich heraus, dass der Sämann niemand anderes ist als Gott, der sein Wort – die Samen – großzügig verteilt. Gottes Wort ist an alle gerichtet. Es gilt nicht nur einer einzelnen Person oder einer kleinen Gruppe. Gottes Wort kommt zu allen Menschen. Alle dürfen davon erfahren, doch nicht bei allen erwächst aus diesem Wort etwas. Da sind diejenigen, die das Wort zwar hören, aber dem ganzen keine große Beachtung schenken. Hören, aber nicht aufnehmen.
Manche hören es und es begleitet sie eine Zeit lang. Zu viele Ablenkungen, der Alltagsstress und Sorgen ersticken das Gute, das Gott sagen will. Sie nehmen es auf, doch können es nicht bewahren.
Dann ist da noch der gute Boden. Diejenigen die Gottes Wort hören und zu Herzen nehmen. Es ganz in sich aufnehmen, damit es wächst und sich entfalten kann.
Ich wünsche mir, dass ich dieser gute Boden bin, in dem Gottes Wort wachsen und gedeihen kann. Aber ich kenne auch diese Momente, in denen die Dornen des Alltags alles zu erdrücken scheinen. Diese Zeiten, die mich herunterziehen und mein Herz schwer machen. Sorgen und Ängste, die die Oberhand haben.
Die Trauer und der Schmerz, wenn ein geliebter Mensch erkrankt oder stirbt.
Ich versuche mich dann an die Momente zu erinnern, in denen ich Gott ganz nahe bei mir spüre. Diese Erinnerung gibt mir Kraft. Sie hilft mir mich nicht von dem Schweren erdrücken zu lassen. Und sie hilft mir die Durstphasen, wie zum Beispiel jetzt diese Corona-Zeit, zu überstehen. Weil die Erinnerung an die Momente, wo ich mich in meiner Gottesbeziehung ganz lebendig fühle, mir zeigt, dass Gott da ist, auch wenn ich ihn gerade vielleicht nicht so nahe spüre.
So lese ich dieses Gleichnis, und ich vermute, dass wir alle ein Bisschen von allen vier Untergründen in uns haben: Ein bisschen Wegesrand, wo die Vögel die Samen wegpicken; ein bisschen harter Felsen, wo die Sonne versengt und die Saat vertrocknen lässt; ein bisschen Dornen, die alles andere erdrücken. Aber auch guten Boden, wo der Glaube Wurzeln schlagen kann.
Gott teilt sein Wort großzügig aus, damit wir Trost erfahren, gestärkt werden für unseren Weg und die Hoffnung lebendig bleibt. Amen.

Gebet:
Gott, manchmal da scheint uns alles zu erdrücken. Die Sorge für uns und unsere Lieben. Wir sind gefangen in unseren Gedanken, die uns nicht loslassen wollen. Lass nicht zu, dass wir uns auf Dauer deinem Wort verschließen. Löse was uns blockiert und mach uns frei für dein liebevolles und hoffnungsvolles Wort. Lass uns ganz nahe bei dir sein und sei du uns nahe. Amen.

Lied: Herr, öffne mir die Herzenstür (Evangelisches Gesangbuch 197)
1) Herr, öffne mir die Herzenstür, zieh mein Herz durch dein Wort zu dir, lass mich dein Wort bewahren rein, lass mich dein Kind und Erbe sein.
2) Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund, dein Wort ist's, das mein Herz erfreut, dein Wort gibt Trost und Seligkeit.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.
Amen.

Es grüßt herzlich
Pastor Gérôme Kostropetsch
  

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31. Januar 2021 – Letzter Sonntag nach Epiphanias (Thema: Die Verklärung)

Predigttext: 2. Petrus 1,16-19 (Basis Bibel)
Wir haben euch ja angekündigt, dass unser Herr Jesus Christus machtvoll wiederkommen wird. Und dabei haben wir uns nicht auf ausgeklügelte, erfundene Geschichten gestützt. Sondern wir haben mit eigenen Augen seine wahre Größe gesehen. 17 Von Gott, dem Vater, empfing er seine Ehre und Herrlichkeit – aus der majestätischen Herrlichkeit Gottes kam eine Stimme zu ihm, die sagte: »Das ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude.« 18 Diese Stimme haben wir selbst gehört. Sie kam vom Himmel her, als wir mit Jesus auf dem heiligen Berg waren.
19 So gewinnen die prophetischen Worte für uns noch an Zuverlässigkeit. Und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet. Denn diese Worte sind wie ein Licht, das an einem finsteren Ort brennt – bis der Tag anbricht und der Morgenstern in eurem Herzen aufgeht.


Impuls:
Kennst du diese Gipfelmomente? Einen Berg hinaufsteigen. Nicht entspannt mit der Seilbahn bis zur Spitze, sondern zu Fuß. Den steilen, manchmal auch steinigen Weg hinauf. Das kostet Kraft. Ist anstrengend. Unterwegs muss vielleicht eine Pause eingelegt werden, damit ich den ganzen Weg schaffe.
Dann endlich: Ich bin angekommen. Ein paar mal kräftig durchatmen und dann den Ausblick genießen. Diese Weite und der Blick von oben auf die Welt, die von hier ganz klein aussieht. Dazu die Freude, dass ich es geschafft habe. Ich klopfe mir gedanklich auf die Schulter: Gut gemacht, du hast es bis hierher geschafft.
Eine klare Aussicht, die mich zur Ruhe bringt und meine Gedanken ordnet.
Von solch einem Gipfelmoment spricht der Verfasser des 2. Petrusbriefes. Er spricht von dem Gipfelmoment, als Jesus vor den Augen dreier seiner Jünger verklärt wurde:
Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht (Matthäus 17,1-2).
Zu Jesus gesellten sich Mose und Elia. Die Jünger erkennen Gottes Macht in Jesus, seine wahre Größe. In diesem Moment sehen sie völlig klar. Lichtdurchflutet erscheint ihnen die Wahrheit: Das ist Jesus der Christus. Gottes Sohn. Gott selbst.
Es bleibt ein Moment. Sie bleiben nicht wo sie sind, sondern gehen den Berg wieder hinab. Gehen zurück in die Welt. Gehen zurück auf einen Weg, der nicht nur leicht, sondern häufig auch schwer zu gehen ist. Doch sie gehen den Weg verändert zurück. Sind nicht mehr die gleichen, die sie vorher waren. Sie haben erkannt und sind sich sicher, dass egal wie schwer der Weg auch sein möge, da ist einer der mitgeht. Da ist einer der sich zuwendet und eben auch die dunklen Täler mit Licht erfüllen kann. In ihren Herzen die Hoffnung, dass es schließlich gut werden wird.
Ich wünsche uns allen solche Gipfelmomente. Damit das Schwere, dass sich in unseren Herzen breit macht nicht die Oberhand gewinnt. Damit wir immer wieder spüren können: da ist Hoffnung, da ist Vertrauen, da ist Gott. Jesus – Gott mit uns. Amen.

Gebet:
Gott des Himmels und der Erde, es gibt Zeiten, da wirkst du unnahbar. Du bist verborgen und weit weg. Dabei bist du doch einer, der sich zuwendet, uns Menschen liebst und uns nahe sein willst.
Hilf uns zu erkennen, dass wir dir immer vertrauen können. Lass uns spüren das du in unserer Nähe bist. Du trägst uns durch alle Dunkelheit und bringst Licht in unsere Welt.
Gott wir bitten dich: Sei bei allen Sterbenden, Kranken, Sorgenden.
Sei da, sei uns nahe. Amen.

Lied: Morgenglanz der Ewigkeit (Evangelisches Gesangbuch 450)
1) Morgenglanz der Ewigkeit, Licht vom unerschaffnen Lichte, schick uns diese Morgenzeit deine Strahlen zu Gesichte und vertreib durch deine Macht unsre Nacht.
4) Ach du Aufgang aus der Höh, gib, dass auch am Jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann.
5) Leucht uns selbst in jener Welt, du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Tränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.
Amen.

Es grüßt herzlich
Pastor Gérôme Kostropetsch
 
Sonntags-Blättchen
24. Januar 2021 – 3. Sonntag nach Epiphanias (Thema: Der Heiden Heiland)

 
Predigttext: Johannes 4,5-14
Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gab. 6 Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich am Brunnen nieder; es war um die sechste Stunde. 7 Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! 8 Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Essen zu kaufen. 9 Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. - 10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und der gäbe dir lebendiges Wasser.
11 Spricht zu ihm die Frau: Herr, hast du doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du dann lebendiges Wasser? 12 Bist du mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh. 13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; 14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.


 
Impuls:
Unser Gott ist ein Gott der sich zuwendet. Ist das nicht wunderbar?! Zu Gott dürfen wir kommen und ihm anvertrauen was uns erfreut und was uns belastet. Wir alle können das tun und uns allen gilt Gottes Liebe. Der Evangelist Johannes zeigt eindrücklich, dass Gottes Liebe keine Grenzen kennt. Jesus Christus ist zum jüdischen Volk geschickt worden, ist selbst Jude. Dennoch bleibt seine Liebe nicht exklusiv, sondern öffnet sich für die ganze Welt.
Das jüdische und das samaritanische Volk haben keine Gemeinschaft miteinander. Jesus aber wendet sich der samaritanischen Frau zu. Spricht vom lebendigen Wasser, das er zu geben hat. Wer von diesem Wasser trinkt wird nie wieder durstig sein, sagt Jesus.
Das lebendige Wasser, von dem hier die Sprache ist, ist kein Zaubermittel, dass dafür sorgt, dass ich mein Leben lang nichts mehr trinken muss. Es ist Gottes Wahrheit, die uns erfüllen soll und uns schließlich zum ewigen Leben führt. Es ist die Sehnsucht nach Gott, die gestillt werden soll.
Dieses Wasser, diese ewige Lebensquelle gehört nicht mir oder dir, sie gehört Gott.
Mit seinem Eigentum kann Gott tun, was er will.
Wunderbar, dass Gott das lebendige Wasser nicht für sich behält, sondern seinen geliebten Kindern – uns Menschen – schenkt. Es liegt nicht an uns zu entscheiden, wer davon trinken darf und wer nicht – Gott sei Dank! Gott schenkt es allen Menschen und wir alle dürfen davon trinken.
Komm und lass uns gemeinsam von dem lebendigen Wasser trinken. Gott helfe uns damit, dass wir Neid und Missgunst, Intoleranz und Hass zu überwinden. Damit wir in allen Menschen uns selbst erkennen können und verstehen, dass wir alle – ausnahmslos – von Gott geliebt sind. So ist dann auch schließlich Gottes Reich ein buntes und vielfältiges liebevolles Friedensreich. Amen.

Gebet:
Gott, deine Liebe kennt keine Grenzen. Zu deiner Schöpfung hast du gesagt: Alles ist sehr gut. Du liebst deine Schöpfung und du liebst alle Menschen. Uns selbst fällt dein Gebot der Nächstenliebe nicht immer leicht. Ja, meine Familie und Freunde zu lieben ist leicht. Doch es gibt Menschen, mit denen ich nicht klar komme. Dennoch gilt das Wort deines Sohnes: Liebt euch, wie ich euch geliebt habe.
Hilf uns, dass wir das lernen und erkenne: Jeder Mensch ist wertvoll und hat es verdient respektiert und geliebt zu werden. So können wir dich am besten ehren, wenn wir uns darin üben, unsere Mitmenschen zu lieben.n wie uns selbst. Amen

Lied: Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all (Evangelisches Gesangbuch 293)
1) Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all, lobt Gott von Herzensgrunde, preist ihn, ihr Völker allzumal, dankt ihm zu aller Stunde, dass er euch auch erwählet hat und mitgeteilet seine Gnad in Christus, seinem Sohne.
2) Denn seine groß Barmherzigkeit tut über uns stets walten, sein Wahrheit, Gnad und Gütigkeit erscheinet Jung und Alten und währet bis in Ewigkeit, schenkt uns aus Gnad die Seligkeit; drum singet Halleluja.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.
Amen.

Es grüßt herzlich
Pastor Gérôme Kostropetsch
Sonntags-Blättchen
17. Januar 2021 – 2. Sonntag nach Epiphanias (Thema: Der Freudenmeister)

Predigttext: Johannes 2,1-11
Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. 2 Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. 3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. 4 Jesus spricht zu ihr: Was geht's dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. 6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. 7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. 9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam - die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten -, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten. 11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Impuls:
Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, erklärt der Evangelist Johannes am Ende des Geschehens. Mit dem Weinwunder bei der Hochzeit in Kana beginnt das öffentliche Wirken von Jesus. Aus Mangel wird Überfluss. Jesus teilt reichlich aus, demonstriert seine Vollmacht und offenbart die Herrschaft und Herrlichkeit Gottes.
Recht schroff wirkt das Gespräch mit Maria. Maria erkennt, was fehlt, was die Menschen brauchen und erfreut und weist ihren Sohn darauf hin. Jesus Reaktion klingt abweisend, seine Zeit sei noch nicht gekommen. Und dennoch: Er hört auf das, was Maria sagt und schließlich wird das Wasser zu Wein.
Mit Jesus können wir aus dem Vollen schöpfen. Er will uns die Freude am Leben erkennen lassen. Doch jede und jeder einzelnen von uns ist gefragt. Es braucht eben auch das menschliche Miteinander, den liebevollen und fürsorglichen Blick von uns für unsere Mitmenschen.
Es ist Gott, der uns beschenkt, doch es war der achtsame Blick Marias, zu sehen, was gebraucht wird. So befähigt uns Gott, beschenkt uns mit Gaben, die wir für uns und eben auch für andere einsetzen können. Suchen wir nach Gott und leben nach seinem Willen, dann können wir erahnen, welche Fülle er für uns bereithält. Gott beschenkt uns, damit wir unsere Mitmenschen beschenken können. So können unsere Gaben zu Kraft- und Freudenquellen für andere werden.
Lassen Sie uns das Wunder Jesu in die Welt hinaustragen, in dem wir für die Menschen um uns herum da sind, ihnen helfen und sie unterstützen.
Und lassen sie uns achtsam sein, auch für die kleinen Wunder des Lebens.
Amen.


Gebet:
Gott, Freundin des Lebens, wir danken dir für alles Glück in unserem Leben. Du stellt uns Menschen an die Seite, die es gut mit uns meinen und die uns in Liebe begegnen. Es ist wunderbar, wenn wir spüren können, dass du uns begleitest und an unserer Seite bist.
Doch wie oft sind unsere Augen und Herzen verschlossen, für die schönen Momente. Wir sehen dann nur das Schwere, das uns bedrückt. Ersehen aber gleichzeitig eine bessere Zeit.
Gott, hilf, dass wir uns öffnen und auch die kleinen Wunder des Lebens wahrnehmen und genießen können. Sei du bei uns und lass uns aus deiner Gegenwart Kraft und Hoffnung schöpfen. Amen

Lied: In dir ist Freude (Evangelisches Gesangbuch 398)
1) In dir ist Freude in allem Leide, o du süßer Jesu Christ! Durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist; hilfest von Schanden, rettest von Banden. Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet, wird ewig bleiben. Halleluja. Zu deiner Güte steht unser G'müte, an dir wir kleben im Tod und Leben; nichts kann uns scheiden. Halleluja.

2) Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hast's in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort droben mit Herz und Munde. Halleluja.

Segen:
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.
Amen.

Es grüßt herzlich
Pastor Gérôme


Hinweis:
Im Januar finden keine Präsensgottesdienste statt.
Die Kirche ist um die Gottesdienstzeit herum, also von 10.00-11.30 Uhr, geöffnet und Pastor Gérôme ist anwesend.
Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Lk 6,36
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