Simon der Zelot - Kirche-Lenzen-Lanz-Seedorf

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Simon der Zelot
Mit einem Buch in der linken Hand und einer „Holzfällersäge“ in der rechten Hand wird einer der – eher unscheinbaren - Jünger Jesu im Wootzer Heiligenaltar präsentiert.
Simon, der Zelot (so im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte) gehörte zum Kreis der zwölf Jünger und gehörte wahrscheinlich vor seiner Jüngerschaft der fanatischen antirömischen Zelotenpartei an. Eine besondere Erwähnung - außer in den Apostellisten der Evangelien – findet sich für Simon nicht.
Nach der Auferstehung Jesu und der Aussendung der Apostel in alle Welt, soll Simon nach späteren Legenden gemeinsam mit dem Jünger Judas Thaddäus in Syrien, Mesopotamien und Persien gewirkt haben.
Dort wo historische Quellen schweigen oder sich mit Andeutungen begnügen, setzt dann oft die Legende an:
Simon soll einem babylonischen Feldhauptmann Sieg und Frieden propehezeit haben. Als dieses am nächsten Tage ereignete wurden er und Judas Thaddäus vor den persischen König geführt, weil man in ihnen Götter in Menschengestalt sah. Der König und der gesamte Hofstaat und viele andere im Volk ließen sich taufen. Nun versuchte der König die beiden Apostel zu instrumentalisieren und forderte sie auf, ihre Macht zur Vernichtung der feindlichen Heere einzusetzen. Da antwortete ihm Simon: „Nicht zu töten, sondern lebendig zu machen, sind wir gekommen.“
Später durchzogen die beide Apostel Persien/Mesopotamien. Allerdings stießen sie auch auf den Widerstand von Zauberern, die sich durch die Wundertaten der Apostel provoziert fühlten. Als sie von den Zauberern in einen Tempel gezerrt wurden, erschien ihnen ein Engel und stellte sie vor die Alternative: entweder zur ihrer Rettung den plötzlichen Tod aller Anwesenden zu erleben oder das eigene Martyrium zu erleiden.
Sie erbaten sich vom Engel das Martyrium, aber auch das Bekehrungswunder für das Volk im Tempel. Als sie dann im Tempel um Stille baten und den bösen Geistern geboten, dass diese jeweils ihr eigenes Götterbild zerbrechen sollten und daraufhin vor aller Augen auch alle Götterbilder zerbarsten, drangen die Zauberer und Tempelpriester auf die Apostel ein, Judas Thaddäus wurde erstochen und Simon mit einer Säge gefoltert und getötet.
Daher gilt Simon, der Zelot als Schutzpatron besonders der Holzfäller und Waldarbeiter. Er ist auch Schutzpatron der Stadt Goslar.
Der Simonstag (28. Oktober) war früher der Lostag der Bauern und galt in früheren Zeiten als Beginn des Winters. Daher auch die Bauernregel: „Wenn Simon und Judas vorbei, so rückt der Winter herbei.“ 
 
 
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